Erstgespräch
Wenn die Welt zu zerbrechen droht, bringt unsere Seele uns ins Lot

Wenn die Welt zu zerbrechen droht, bringt unsere Seele uns ins Lot

 

Die Welt, so scheint es steht am Abgrund, das macht uns möglicherweise unruhig oder Angst erfasst Körper, Geist und Sinn.

Mir hilft die Haltung von Victor Frankl, der uns noch aus dem KZ wissen ließ: „Wir haben immer die Wahl.
Genau deshalb wähle ich das Leben, die Freude und Begeisterung an jedem neuen Tag zu erwachen und zu spüren: Ja, ich lebe.

Lassen Sie uns die Zeit nutzen auf unsere Seele zu lauschen, ihr zu vertrauen. Unsere Haltung bestimmt in jeder Situation, wie wir uns fühlen, wie wir handeln.

Vielleicht ist jetzt gerade die Zeit für all das zu danken, was bislang in unserem Leben geschehen ist, wie wir gewachsen sind, uns entfaltet haben, was wir der Welt den Menschen geschenkt haben.
Welch eine Freude und welches Glück uns unsere Familie, unsere Freunde schenken, die Natur, die uns täglich umarmt, unsere Haustiere.

Vielleicht ist jetzt gerade die Zeit, den Menschen, die uns nah sind zu sagen, wie sehr wir sie lieben, zu danken, wie reich sie uns beschenken durch ihr Dasein.

Vielleicht ist jetzt die Zeit Frieden zu schließen mit mir und anderen Menschen, was auch immer, vertagen sie es nicht, jetzt ist genau der Moment.

Lebenszeit ist kostbare Zeit, geben wir das Beste, was wir sind.

Wir haben immer die Wahl

Wir haben immer die Wahl

Jede Entscheidung, die wir treffen, bringt ein Ergebnis hervor. Oft merken wir, dass das Ergebnis, dass wir präsentiert bekommen nicht dem entspricht, was wir uns gewünscht haben oder erreichen wollten.

Es gibt viele Erklärungen, warum etwas nicht so funktioniert wie wir uns etwas gewünscht und vorgestellt haben.

Das Internet ist voller Interpretationsmöglichkeiten, warum so etwas geschieht, und fast immer liegt es an unzähligen Schritten, die wir nicht richtig eingehalten haben.
Stimmt das wirklich?

Ich möchte Ihnen eine andere Perspektive eröffnen.

Wenn wir uns etwas wünschen, so ist meine Erfahrung, sollte es zutiefst unseren Kern-Werten und unserer inneren Mission entsprechen, unserer Lebens-Aufgabe.

Hier liegt die Motivation, die Begeisterung, die uns beflügelt, etwas zu erschaffen, was uns mit Sinn erfüllt, uns und andere leuchten lässt.

Uns in den Dienst einer“ großen Sache“ zu stellen bedeutet für mich:

Eine „große Sache“ ist immer damit verbunden, mir und den Menschen, der Natur und allem, was lebt und ist zum Besten ihrer selbst und zu Wohle des Ganzen zu dienen.

Goethe hat es auf wunderbare Weise ausgedrückt:

In dem Augenblick,
in dem man sich ganz einer Aufgabe verschreibt,
bewegt sich die Vorsehung auch.
Alle möglichen Dinge, die sonst nie geschehen,
um einem zu helfen – ein ganzer Strom von Ereignissen –
wird in Gang gesetzt durch diese Entscheidung,
und er sorgt zu den eigenen Gunsten für zahlreiche
unvorhergesehene Zufälle, Begegnungen und materielle Hilfen,
die sich kein Mensch vorher je so erträumt haben könnte.
Was immer du kannst, oder dir vorstellst,
dass du es kannst, beginne es.
Kühnheit trägt Genius, Macht
und Magie in sich.
Beginne jetzt.
– Johann Wolfgang von Goethe –

Spielend leicht lernen

Spielend leicht lernen

Kinder sind fröhlich, Kinder probieren alles aus, Kinder sind unentwegt in Bewegung, Kinder fallen hin und stehen gleich wieder auf.
Das ist unser aller größter Schatz, wie ein Kind unser Leben zu spielen.
Dieser Schatz wartet in uns, ausgepackt zu werden.
Mit Freude und Begeisterung, leichtfüßig und mit leuchtenden Augen den neuen Tag zu begrüßen, ihn einzuatmen, die bunten Blätter zu fangen, die von den Bäumen segeln und einfach nur da zu sein.

Wir haben als Erwachsene unser Spielen verlernt. Wo ist es hin? Wer hat es fortgetragen? Warum ist es nicht mehr auf Anhieb für uns frei verfügbar?
Eines Tages kam irgendjemand vorbei und hat uns gesagt: Das Leben ist ernst, „sei vernünftig, streng Dich an“ und wir haben das geglaubt: „Das Leben ist kein Spiel“
Und genau so haben wir es weiter kultiviert und manifestiert.

Wir wissen ja, wie das mit den Glaubenssätzen so ist.
Haben wir sie erst verinnerlicht, treiben sie in uns Ihr Unwesen.
Wir können das einfach mal unterbrechen.
Heute lade ich Sie ein, mitten in Ihrem Alltag einmal Platz zu schaffen für Ihr inneres kreatives Kind.
Sei es, dass sie bewusst atmen, einen Spaziergang durch den bunten Blätterwald machen und die Farben einatmen wie Frederik aus dem Kinderbuch von Leo Leoni, der die Sonnenstrahlen gesammelt hat für den Winter.

Dann beginnt uns das Glück, der unendliche Reichtum zu umarmen, einfach so und Leichtigkeit beginnt sich Raum in uns zu schaffen.
Wir beginnen damit und steigen aus dem Ernst des Lebens und würzen ihn mit Achtsamkeit, Bewusstheit und Kreativität.
So könnte ein Schuh draus werden, das Leben zu umarmen und uns von ihm umarmen zu lassen, mit all seinem Reichtum.

Viel Freude beim Ausprobieren ….

Leben ein immerwährender Schöpfungsakt

Leben ein immerwährender Schöpfungsakt

Die Frau, die meine Seele liebt,

wird Leben genannt.

Sie ist wunderschön und zieht alle Herzen an sich.

Sie nimmt unser Leben als Pfand

Und stillt unsere Sehnsucht mit ihren Versprechungen.

Kalil Gibran

Um in Freude sich zum Besten seiner Selbst zu entfalten, braucht es einen wertfreien Raum ohne Urteil, Zuordnung und Interpretation.

Sich spielerisch zu erfahren, voller kindlicher Neugier lässt uns Großes erschaffen, was ohne Selbstzweck auskommt, sondern einfach das ist, was es ist.

In Zeiten überbordernder Informationen, die uns fluten, schenkt uns die Natur den Raum der Stille, in der alle Antworten zu finden sind.

Der Herbst mit seinen bunten Blätterkompositionen lädt uns ein, sich der Kunst es Augenblicks zu verschreiben und bewusst von Allem loszulassen, was überlebt ist.

Dem Ruf unserer Seel zu lauschen, ihr zu vertrauen, das wünsche ich uns Allen von ganzem Herzen.

Der Schatten und die Hindernisse auf dem spirituellen Weg

Der Schatten und die Hindernisse auf dem spirituellen Weg

Aus meiner Sicht und aus meinem eigenen Erleben ist der Schatten nicht auf den ersten Blick zu erkennen, wenn er sich mir in den Weg stellt, denn er verfügt über zahlreiche Maskierungen, unendliche Rollenvielfalt und Situationsvarianten.

Innerhalb der Kommunikation kann er in verschiedenen Gewandungen daherkommen und selbst in spirituellen Erfahrungen innerhalb von Gruppen oder in Begegnungen von Mensch zu Mensch kann er uns als der sogenannte Trickster entgegentreten dem Archetypus des Tricksters ist es möglich Im Gewand des „Lammes“ als reißender „Wolf“ unterwegs zu sein.

Nur, wenn wir genau hinsehen und wahrnehmen was ist, nicht was sein sollte und uns mutig erlauben, die Warnrufe des vorbeifliegenden „Uhus“ ( innere Weisheit) zu hören, werden wir mit heiler Haut aus dem Ungemach unserer Innenwelten neu hervortreten können, wo wir doch gerade noch sicher waren, auf dem Pfad der Erleuchtung unterwegs gewesen zu sein und uns stattdessen im Verließ unseres mehrdimensionalen Schatten wiederfinden.

Aus meiner Sicht gehört das sich täuschen können zu unserem spirituellen Weg und eröffnet uns die Möglichkeiten der Ent-täuschungen, wo wir die Chancen haben, unbewusstes ans Licht zu heben und beim Namen zu nennen, woraus unsere Täuschung besteht.
Aus meinem Blickwinkel betrachtet, stellen sich Hindernisse uns in den Weg als eine Möglichkeit, unsere Ganzheit tiefer in Erfahrung zu bringen, die eine lichte und eine dunkle Seite hat. Mitunter will das so gar nicht unseren spirituellen „Vorstellungen“ entsprechen, dass diese beiden Seiten zweifelsfrei zusammen gehören.
Daher widme ich meine Aufmerksamkeit, auf welche Weise wir dem Schatten und Hindernissen auf unserem spirituellen Weg begegnen können, der Arbeit mit Märchen, da sie aus meiner Sicht eine transformative Kraft in uns freisetzen können, die uns bisher unbewusst gebliebenen Puzzleteile unserer Ganzheit auf gute Weise ins Bild setzen kann und in unserem Innern heilend wirken kann.
Hierzu nutze ich das Märchen von Aladin und der Wunderlampe, als Metapher für die spirituelle Suche nach unserem inwendigen Licht, dem Wesens-Kern (Selbst) und die Heldenreise als Architektur, um diesen von uns gewählten Prozess in der Arbeit mit dem Schatten eine nachvollziehbare Struktur zu verleihen.

In Teil 4 dieser Serie widme ich dem Märchen und der Heldenreise als Format meine abschließende Betrachtung. Die Arbeit mit Märchen kann uns hier als Metapher dienen, um über die verschiedenen im Märchen auftretenden Protagonisten, sich selbst spiegeln zu lernen, seinem innewohnenden Schatten begegnen zu können.

In unserem Kulturkreis gibt es eine Vielzahl von Märchen, die zu ihrer Zeit die Psychologie des Volkes waren. Sie wurden für Erwachsene erzählt und geschrieben und dienten den Menschen als Spiegel, Unbewusstes ins Bild zu setzen.

Heute sind wir in der Lage, sie als integrierendes Werkzeug auf dem Weg in unsere Ganzheit zu gebrauchen. Anhand eines ausgesuchten Märchens können wir Zugänge zu unbewussten Aspekten unserer Seele finden. Im Beobachter sind wir in der Lage, die unterschiedlichsten Persönlichkeitsaspekte wahrzunehmen und kennen zu lernen, die uns das Märchen anbietet, im Abstand zu unserer Person und frei von Bewertungen, weil wir unser „Stück“ im Gewand eines Märchens auf die Bühne bringen.
Wie in einem Theaterstück können wir uns selbst ausprobieren, in die verschiedenen Rollen schlüpfen und herausfinden, was uns fasziniert, begeistert, erschrickt, erstarren lässt, was auch immer sich zeigen will. Das von uns gewählte Märchen kann Zugänge zur eigenen Lebensgeschichte schaffen, in der tief im Unbewussten unser Schatten lebt, der aus mehreren Dimensionen besteht und uns mit den integrierenden und heilenden Qualitäten unseres „Selbst“ in Verbindung bringen kann.

Die Architektur der „Heldenreise“ spiegelt auf umfassende Weise die grundlegende stufenweise Entwicklung unserer Individuation wieder. Das Zauberwort heißt Integration. Jeder wird ein für sich passendes Märchen finden können, um das Potenzial des Schattens, den „Schatz“ heben zu können, der uns das Geschenk des vom Selbst bestimmten Lebens als Mitschöpfer und Gestalter bereithält.
Der Weg des Helden ist für alle Menschen gleich, Stufe für Stufe folgt im Märchen der Held dem Ruf seiner Seele, was sich auf unser eigenes Leben übertragen lässt. Im Märchen Aladin und die Wunderlampe ist der Kaufmann der sogenannte Gegenspieler, der Aladin seine Lampe abschwatzt, die für unser innewohnendes Selbst steht, das wir aus den Augen verlieren können.

Im Märchen muss sich Aladin vielen Prüfungen, Täuschungen unterziehen, um seinen Schatz, die Lampe, wieder zu finden. Ständig muss der Held Hindernisse überwinden, Gefahren erkennen, seinen Befürchtungen und Ängsten begegnen. Nachdem er tiefgreifende Ängste überwunden hat, Risiken eigegangen ist, den dämonischen Kräften begegnet ist, findet er zu seinen tief im eigenen Innern wirkenden Kräften in Gestalt der Archetypen zurück. Er hat die gesamte Heldenreise durchlaufen und ist bei sich Selbst angekommen.

Licht und Schatten zwei Saiten einer Medaille Teil 3

Licht und Schatten zwei Saiten einer Medaille Teil 3

Als Schatten bezeichnet man alle unbewussten Anteile im Menschen. Darunter fallen zum einen alle verdrängten Vorkommnisse und Erlebnisse, unbewusste Prägungen, Steuerungsmechanismen, die uns nicht bewusst sind und Eigenschaften, die wir lieber im Anderen als in uns sehen würden. Es können aber auch bisher verborgene Talente und Gaben sein, die wir entweder nicht ausleben durften oder die uns noch völlig unbekannt sind. Der Schatten ist auch all das Unbewältigte der eigenen Lebensgeschichte, das der Vorfahren über mehrere Generationen hinweg und all die nicht integrierten Themen des Volkes einer Nation, als auch das aller Kulturen und Nationen im Laufe der Evolution.

Die Eroberungsvölker haben beispielsweise den Schatten der Unterwerfung auf andere Kulturen gelegt, der Nationalsozialismus den der Selektion usw..

Der Schatten wird meist gefürchtet, weil wir ihn mit Verurteilung assoziieren – wenn wir aber verstehen, dass es sich nur um gebundene Lebensenergie handelt, die uns in starrer Form nicht zur Verfügung steht, so können wir beginnen ihn leichter zu akzeptieren, uns ihm zu widmen ihn bewusst zu machen und ihn Schritt für Schritt zu integrieren. Dieser Prozess wird nie vollendet werden können, da er zu komplex ist und viele Ebenen des menschlichen Bewusstseins beheimatet.

Die Angst vor dem Schatten ist oft größer als die tatsächliche Auseinandersetzung mit ihm später rechtfertigt. Wie ein riesiger an die Wand geworfener Schatten unserer Person erscheint er uns dann übermächtig und bedrohlich. Machen wir uns aber klar, dass ohne Schatten die sengende Sonne eine vernichtende Wirkung hat und automatisch zu jeder manifestierten Form auf dieser Welt dazu gehört, können wir einen anderen Blickwinkel für ihn gewinnen. Das Potential des nicht integrierten Schattens liegt darin, dass wir ihn generell und gerne auf andere projizieren und ihn damit von uns abspalten und das Unangenehme, Böse oder Unerwünschte nur im anderen sehen. Für den Moment macht es uns dann erhaben, wir fühlen und gut und „besser“ als das Gegenüber. Damit vollziehen wir eine unnatürliche Trennung vom Menschlichen im anderen. Was wiederum in Form von Ärger, Lästern und Wut viel Lebensenergie bindet und im Körper zu Anspannung und Verspannung führt. Wenn wir beginnen mit dem Schatten zu arbeiten und uns allmählich klar wird, dass wir in jeder Schuldzuweisung oder emotionalen Reaktion auf unser Gegenüber einen eigenen Schattenanteil projiziert haben – und zwar grundsätzlich- so kann es dazu führen, dass wir still werden und erschrocken über die vielen blinden Flecken in unserer eigenen Persönlichkeit sind. Der Schatten ist auf individueller, familiärer, sozialer, gesellschaftlicher und kollektiver Ebene in den unterschiedlichsten Blüten und Ausprägungen zu finden. Da eines der größten Grundbedürfnisse des Menschen darin besteht, sich einer Gruppe zugehörig fühlen zu wollen, wird er auf alles „Fremde-Unbekannte“ an sich geworfen. Damit verschatten wir andere Menschen und schreiben ihnen all jene Eigenschaften zu, die gemeinhin als nicht besonders erstrebenswert gehalten werden. Gleichzeitig wird die eigene Gruppe von diesen unangenehmen Eigenschaften freigesprochen. Wird diese Verschattung geschürt, kann sie sehr schnell Wege in Konflikte und Auseinandersetzungen ebnen.

Der integrale Ansatz in der Tiefenpsychologie macht es möglich, sich die Schattenaspekte bewusst zu machen, mit ihnen zu arbeiten und sie zu integrieren.

Dies ist ein Lebenslanger Prozess, der dazu führt, dass unsere eigene Persönlichkeit erstarkt, wir immer mehr in der Lage sind Rollen abzulegen und uns immer tiefer erkennen und führt dazu, dass der Zugang zu unserem eigentlichen Kern, unserer Mitte immer weniger verstellt ist. Wir werden als Mensch ganz und erkennen an, dass der Schatten zu uns gehört wie die Luft zum Atmen. Die Erkenntnis, wie sehr wir mit Handlungen aus den unbewussten Schattenaspekten heraus Menschen verletzen und ihnen Dinge zuschreiben, von denen wir gar nicht wissen, ob sie stimmen, kann sehr schmerzhaft sein.