19. Oktober 2011

„HABT DEN MUT, EUREM HERZEN UND EUREM GEFÜHL ZU FOLGEN“

 

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(Zitat von Steve Jobs)

 „Ihr müsst herausfinden, was ihr liebt. Und das ist für eure Arbeit genauso wahr wie für eure Geliebten. Eure Arbeit macht einen großen Teil eures Lebens aus, und der einzige Weg, wirklich zufrieden zu sein, ist das zu tun, was ihr für großartige Arbeit haltet. Der einzige Weg, großartige Arbeit abzuliefern, ist, das zu lieben, was man tut… Gebt euch nicht zufrieden. Wie bei allen Herzensangelegenheiten, wisst ihr Bescheid, wenn ihr das Richtige gefunden habt.“

„Eure Zeit ist begrenzt, lebt nicht das Leben eines anderen… Habt den Mut, eurem Herzen und eurem Gefühl zu folgen. Denn die wissen schon, was ihr wirklich werden wollt. Alles andere ist nebensächlich... bleibt hungrig, bleibt töricht."

 

Die Redner, die den Abschlussjahrgang der Stanford-Universität in Kalifornien in das Leben entlassen, sind stets prominent. Für den Inhalt lässt sich das gewiss nicht immer behaupten, wohl aber für die Rede, die Steve Jobs, der zu früh verstorbene Vorstandsvorsitzende des Computerherstellers Apple und des Filmstudios Pixar, in diesem Sommer gehalten hat. Jobs’ Worte werden die Studenten in schweren Zeiten daran erinnern, dass das Leben nicht immer geradlinig verläuft, dass Rückschläge zu Fortschritten führen können – und dass man im Leben sich selbst stets treu bleiben sollte. „Bleibt hungrig. Bleibt töricht“, gibt Jobs den Studenten zum Abschluss seiner Rede auf den Weg. 

Steve Jobs hat nie ein Hochschulstudium abgeschlossen. 

„Zunächst beschreibt Jobs, dass schon bei seiner Adoption etwas schiefgegangen ist. Jobs’ Mutter, eine junge, nicht verheiratete Universitätsstudentin, hatte ihn vor seiner Geburt zur Adoption frei gegeben und darauf geachtet, dass die künftigen Eltern dafür Sorge tragen würden, ihrem Kind eine Universitätsausbildung zu ermöglichen. Es war alles vorbereitet, Steve sollte von einem Anwalt und seiner Frau adoptiert werden. „Allerdings, als ich auf die Welt kam, haben sie sich in der letzten Minute entschieden, dass sie doch lieber ein Mädchen adoptieren würden. Also bekamen meine Stiefeltern, die auf der Warteliste standen, mitten in der Nacht einen Anruf.“ 

Als die biologische Mutter aber herausfand, dass die Ersatz-Stiefmutter kein Hochschulstudium und der Stiefvater noch nicht einmal die High School abgeschlossen hatte, weigerte sie sich, die Adoptionspapiere zu unterschreiben.

Erst nach einigen Monaten gab sie nach, als Jobs’ Stiefeltern versprachen, ihn eines Tages ins College zu schicken. 17 Jahre später ging er ins College. „In meiner Naivität habe ich allerdings ein College ausgesucht, das fast so teuer wie Stanford war, und alle Ersparnisse meiner Eltern, die aus der Arbeiterklasse kamen, wurden dafür ausgegeben. Nach sechs Monaten hatte ich nicht verstanden, welchen Wert das haben sollte. Ich hatte nicht die geringste Ahnung, was ich mit meinem Leben machen wollte und wie mir das College dabei helfen sollte… und ich war dabei, alles Geld auszugeben, das meine Eltern in ihrem ganzen Leben gespart hatten. Also entschied ich mich, das Studium abzubrechen. Das war für mich sehr beängstigend, allerdings hat es sich als eine der besten Entscheidungen meines Lebens erwiesen. Kaum hatte ich das Studium abgebrochen, hörte ich auf, die Seminare zu besuchen, die mich nicht interessierten, und besuchte die, die mir interessant erschienen.“ 

Das ging 18 Monate so. Jobs hatte kein eigenes Bett im Studentenwohnheim, musste also in den Zimmern von Freunden auf dem Boden schlafen. Jobs sammelte Cola- Flaschen, um sich mit dem Erlös aus dem Pfand von 5 Cent sein Essen zu kaufen, und lief jeden Samstag mehr als 10 Kilometer quer durch die Stadt, um ein kostenloses Essen im Hare-Krishna Tempel zu bekommen…

Jobs berichtet, dass es im Reed College eine hervorragende Kalligraphie Ausbildung gab, dass er alles über Serifen und serifenlose Schriften lernte. „Es war wunderschön, historisch, künstlerisch-subtil in einer Weise, die Wissenschaft nicht einfangen kann. Es hat mich fasziniert. Ich konnte nicht hoffen, dass irgendetwas davon in meinem Leben einmal wichtig werden würde. Aber zehn Jahre später, als wir den Macintosh-Computer entworfen haben, war es soweit. Wir arbeiteten alles in den Mac ein. Es war der erste Computer, der wunderschöne Schriftzeichen setzen konnte. Plötzlich hatten sich Punkte des Lebens miteinander verbunden. Auf solche Entwicklungen müsse man sich verlassen.“ In zwei Jahren war Apple von einem Zwei-Mann-Betrieb in eine Firma mit 4.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von 2 Milliarden Dollar gewachsen. „Also war ich mit 30 draußen. Und das höchst öffentlich. Das, worauf ich mein gesamtes Leben als Erwachsener konzentriert hatte, war weg. Es war verheerend.“ 

Steve Jobs gründete nach seinem „Rauswurf“ den Computerhersteller Next und stieg beim Filmstudio Pixar ein. Er begann also von vorn. Apple ging es nach seinem Rauswurf zunehmend schlechter. Apple kaufte die Firma Next, Steve Jobs kehrte zu Apple zurück. Es entstanden neue Produkte wie I-Pod, I-Phone, I-Mac… mit außergewöhnlichem Design.

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Theresia Maria Wuttke

Vorständin der THEOS Consulting AG, Integraler Senior Consultant und Business Management Coach, Master- und Lehrcoach, Tiefenpsychologin, Pädagogin mit Schwerpunkt Erwachsenenbildung, Bankkauffrau, Autorin

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