Wirtschaft neu denken – der integrale Ansatz

Wenn wir uns den Strukturen der menschlichen Psyche zuwenden und sie in einem wirtschaftspsychologischen Strukturalismus untersuchen, wie den unterschiedlichen Entwicklungsstufen der menschlichen Psyche, dann erkennen wir wie diese den Menschen in seiner Wahrnehmung auf das Wirtschaftsgeschehen beeinflussen.

Schaut man auf die letzten 2000 Jahre Wirtschaftsgeschichte der Welt, so erscheint sie auf den ersten Blick als ein sich ständig wiederholender Prozess. Weltreiche wie das römische, osmanische oder britische Weltreich entstanden und vergingen. Den Imperien war gemeinsam, dass sie auf Plünderungen, Versklavung und der Fähigkeit, Kontrolle durch militärische Besetzung ausüben zu können, basierten. Ihr ungebremstes Wachstum war zugleich ihr Untergang. An einem bestimmten Punkt reichten die Ressourcen nicht mehr aus, um das Geschaffene zu erhalten. Trotz dieser Gemeinsamkeiten fand die Entwicklung auf immer höherer Stufe statt und die Produktionsverhältnisse veränderten sich von der Sklavenhaltergesellschaft über den Feudalismus hin zum Kapitalismus. Arbeitsteilung und Industrialisierung führten zu Welthandel und Globalisierung.

Die heutige Technologie-Gläubigkeit führt zu einer Abkehr von den Kräften der Natur. Die neue Dimension des 21. Jahrhunderts und zugleich Herausforderung an die Menschheit besteht darin, dass die Ressourcen unserer Welt endlich sind und es eines Paradigmenwechsels weg vom ungebremsten Wachstum hin zur Erhaltung bedarf. Das Wachstum muss jetzt im menschlichen Bewusstsein stattfinden.

Die verschiedenen Ebenen des Bewusstseins innerhalb der Evolution stellen das Wachstum und die Entwicklung des Geistes und des sich ständig erweiternden Bewusstseins dar. Die Wissenschaft der Entwicklungspsychologie bietet hier die Grundlage für eine umfassende Betrachtungsweise.

Es gibt zahlreiche Entwicklungspsychologen und deren verschiedene Modelle zur Darstellung von Entwicklung. Alle Forscher beschreiben Wachstum und Entwicklung des Geistes als eine Aufeinanderfolge sich entfaltender Stufen, wo Fortschritt durch Integration entsteht.

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Die archaische Entwicklungsphase begann vor ca. 120.000 Jahren, die magische Phase vor ca. 50.000 Jahren, die mythische Phase vor ca. 20.000 Jahren, die absolutistische Phase vor ca. 4.000 Jahren, die rationale Phase vor ca. 400 Jahren, die pluralistische Phase (68er Zeit) vor ca. 50 Jahren und die integrale Phase beginnt jetzt.

Wesentlich ist es zu verstehen, dass jede Entwicklungsebene die Fähigkeiten und Werte der vorangegangenen Ebenen integriert und dadurch völlig neue und ureigene Erkenntnisse hervorbringt. Die Entwicklung des Bewusstseins ist kein linearer, sondern ein ganzheitlicher Prozess, gekennzeichnet von Strömungen, und Wellenbewegungen. Wie weit sich ein Individuum oder ein gesellschaftliches Kollektiv entwickeln, wird von den Notwendigkeiten des Individuums und des Kollektivs und seinen Bedürfnissen bestimmt. Inzwischen dürfen wir allerdings davon ausgehen, dass die globale Entwicklung sowohl die individuelle als auch die gesellschaftliche Entwicklung der verschiedenen Kulturen weit mehr beeinflusst.

Das Gleiche gilt für ein Unternehmen. Auch hier sind durch die Vielzahl von Menschen unterschiedliche Vorstellungen und Bewusstseinsebenen vorhanden. Ein Unternehmen mit einem tragfähigen Wertefundament und einen sinnspendenden Unternehmenszweck hat eine solide Basis für eine Weiterentwicklung auf allen Ebenen. Es verfügt über einen integrierenden Charakter. Eine offene und lernende Organisation wird eine andere Entwicklung durchlaufen als ein Unternehmen, das eine starre Hierarchie vertritt.

Um nun eine Brücke zwischen der Entwicklungs- und der Wirtschaftspsychologie zu bauen, ist es sinnvoll, die verschiedenen Ebenen des menschlichen Bewusstseins zu betrachten: Der Mensch ist eine Ganzheit, ein lebendiges System, das völlig aufeinander abgestimmt ist. Alle Ebenen arbeiten zusammen, um ein optimales Miteinander hervorzubringen. Alle vier Quadranten menschlichen Lebens sind davon betroffen

  • sein Körper
  • sein Geist
  • seine Seele
  • seine sozialen Kontakte

Diese vier Säulen miteinander in Balance zu halten ist die Voraussetzung für ein ausgewogenes und sinnerfülltes Leben. Der Mensch und die Welt sind ein Ganzes und nichts ist voneinander getrennt.

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Diese Graphik zeigt, wie sich die Menschheit als Ganzes in den letzten 120.000 Jahren entwickelt hat, aber auch welche Entwicklungsebenen jeder einzelne Mensch durchläuft. Jeder Mensch startet bei Ebene 1 (Überlebenswille – Instinkte und angeborene Sinne schärfen) und entwickelt sich dann durch verschiedene Weltsichten vor allem während seiner Kindheit und Jugendzeit, um dann mit 20 bis 25 Jahren bei Stufe 4 oder 5 zu sein.

Ein Unternehmen ist ebenso eine Ganzheit, ein lebendiges System, das sich aus unterschiedlichen Aspekten zusammensetzt.

Wie der Mensch besteht es aus

  • dem Körper, Unternehmensmission, seinem Corporate Identity
  • dem Geist (der Unternehmensphilosophie und seiner Vision)
  • der Seele, der wertebasierten Unternehmenskultur und der Strategie, die auf den Unternehmenswerten fußt und gekonnt für die Umsetzung der Vision durch gezielte Maßnahmen und einen klaren Zeitplan sorgt.
  • Innere und äußere Kommunikation mit allen beteiligten Personen im Innen und im Außen stellen den 4. Quadranten dar

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Die Gleichzeitigkeit von Produktions- und Prozessabläufen, interne und externe, sowie die ganze Bandbreite menschlicher Verhaltensweisen aller Firmenmitglieder, die sozialen, ökologischen, ökonomischen Komponenten und die Kapitalvorgänge sind miteinander verbunden. Alles steht in Beziehung zueinander und bildet ein aufeinander bezogenes Ganzes.

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