Digitalisierung auf der Basis integraler  Unternehmens-und Personalentwicklung

Digitalisierung auf der Basis integraler Unternehmens-und Personalentwicklung

Mit Empathie, Achtsamkeit, Wertschätzung und einem grundlegenden Wertefundament meistern wir die Digitalisierung. Das Ganze ist mehr als die Summe aller Teile und alles hängt miteinander zusammen. Die Gallupstudie zeigt uns jedes Jahr deutlich, dass der Durchbruch zu einer ganzheitlichen Betrachtung des Menschen im Business noch nicht vollumfänglich geschafft ist. Die linke Gehirnhälfte operiert rational, analytisch, liebt Zahlen, Daten und Fakten. Wir benötigen beide Hirnhälften, um unsere Aufgaben wahrnehmen zu können und mit Sinn zu erfüllen. In der rechten Gehirnhälfte sind die Kreativität, die Ganzheit, unsere Vision, das Fühlen, die Intuition, Musik, angesiedelt.

Der Mensch im Bild der Metapher des Baumes ist aber weit mehr

In seinem Innern, seinem Wesens-Kern trägt er all das, was sich durch ihn in die Welt hinein entfalten will. Hierzu benötigt er nicht nur sein Hirn sondern ebenso sein Herz, um das volle Potenzial seines Bewusstseins nutzen zu können, in der klaren Absicht Hand in Hand mit Herz und Verstand.

Erst wenn ein Mensch seine eigenen Grundbedürfnisse wahrnimmt und sie nährt, ist er in der Lage, sich vollumfänglich mit seinem Potenzial zu entfalten. Hier ist die Wurzel Liebe, Verbundenheit und Zugehörigkeit das tragende Element, weil unser Anfang im Mutterleib in dieser elementaren Verbundenheit uns geprägt hat und unser Gehirn mit seinen zwei Seiten uns in der Verbundenheit seine Dienste vollumfänglich anbietet, das Werkzeug unserer Seele und unseres Verstandes. Der Mensch ist eine Ganzheit aus Körper, Geist und Seele.

Um unsere Kernkompetenz, die Fähigkeit zu lieben, ebenso im Business einzusetzen, bedarf es dieser Verbundenheit unserer beiden Gehirnhälften, sodass sie sich gegenseitig befeuern und ergänzen können. Je nach Prägung und schulischer Bildung, entwickelt der Mensch unterschiedliche Schwerpunkte in der Priorisierung seiner ihm zur Verfügung stehenden Intelligenz. Die strukturgebende linke Hirnhälfte stellt dem Visionär mit seiner Kreativität den Rahmen und die Strategie, seine kühnsten Träume umzusetzen.

In der derzeitigen Transformation unserer Arbeitswelt 4.0 erfahren wir gerade einen Wandel, wo kein Stein auf dem anderen bleiben wird. Dieser Wandel kann es mit der Erfindung der Eisenbahn oder der Glühbirne mühelos aufnehmen.

 Genau dort sind die Kern-Kompetenzen von Zugehörigkeit und Verbundenheit notwendiger denn je, das zeigt uns die zu Anfang genannte Gallupstudie, nach der fast 70 Prozent der Arbeitnehmer eine tiefgreifende Identifikation mit ihrem Unternehmen fehlt.

Wir können unsere Arbeitswelt vor allem sinnstiftender gestalten, wenn wir unsere rechte Hirnhälfte mit einbeziehen, wo Ganzheit, Intuition, Kreativität ihren Sitz haben. Was genau könnte der Gewinn der Digitalisierung sein? Wenn wir uns auf unsere Kernkompetenzen besinnen, sind wir nicht ein Gehirn auf zwei Beinen. Es ist hohe Zeit, dass in unsere Arbeitswelt 4.0 Spiritualität, Mitgefühl und Liebe einkehren, damit wir unser menschliches Potenzial zum Wohle der Weiterentwicklung aller Menschen einsetzen und beginnen Teilhabe zu leben.

Vom Ich zum Du, zum Wir. So werden die neuen Techniken nicht zum Geist des Zauberlehrlings mutieren:

„Und die Geister, die ich rief, werde ich nicht mehr los,“ (Goethe) sondern das Herz wird unseren Verstand führen. Menschen kreieren Maschinen, die die Rechenleistung unseres Gehirns in ungeahnten Geschwindigkeiten durchführen können, nur mit der Umsetzung beim Menschen haben wir bislang außer Acht gelassen, dass unser Gehirn nicht so schnell lernt. Alte eingeübte Arbeitsweisen gilt es zu verstehen und in neue zu verwandeln, damit das Neue integriert und genutzt werden kann.

Der Siegeszug der rationalen, analytischen Betrachtungsweise ist tonangebend, aber um unsere volle Intelligenz zu nutzen, braucht es die Verschaltung der sogenannten harten mit den weichen Faktoren.

„Genau jetzt, im Zeitalter der Digitalisierung benötigen wir unsere menschlichen Qualitäten von Zugehörigkeit, Spiritualität, Kreativität, Mitgefühl und Liebe mehr denn je.“

Hüther spricht in diesem Zusammenhang von Würde und von den neuen Leadern, die Liebende sein werden.
Liebe im Business darunter verstehe ich die Achtung und Würdigung des anderen als den Menschen, der er ist, mit all seinen Gaben und Qualitäten, mit seinen Licht- und Schattenseiten.

Wertfreie Kommunikation im Miteinander, Präsenz in Führung und Management und tiefe Verbundenheit mit der Philosophie und Mission des Unternehmens. Das ist die Basis, um alle im Unternehmen vorhandenen Kräfte strategisch in eine zukunftsweisende Vision lenken zu können und Mitgestalter dieses schöpferischen Prozesses zu sein, teil zu haben am Reichtum der Vielfalt unterschiedlicher Qualitäten und Kompetenzen.

„Wert-Schöpfung durch Wertschätzung ist intensiv mit dem Herzen verbunden.“

Matthias Horx sieht in den sozialen Bereichen und der Liebe ebenfalls die größte Entwicklungsmöglichkeit im 21. Jahrhundert. Auf welche Weise können wir Liebe in den Business-Alltag holen. Wenn wir begreifen, was uns Max Planck, Einstein die Mystiker aller Kulturen wissen lassen, dass wir eine Ganzheit aus Körper, Geist und Seele sind, die mit allem, was ist, verbunden ist, dann erkennen wir, dass die rationalen Daten und Analysen Werkzeuge sind, die innerhalb eines wertebasierten Rahmens, uns Erkenntnisse ermöglichen, unsere Gesellschaft zu Wohle des Ganzen weiter zu entwickeln.

 

Was Geld und Archetypen miteinander zu tun haben

Was Geld und Archetypen miteinander zu tun haben

Bernard Lietaer und die Archetypenlehre von C. G. Jung.

Bernard Lietaer ist ein internationaler Finanzexperte für Geldsysteme, der mehr als 35 Jahre in ungewöhnlich vielfältigen Funktionen der Finanzbranche gearbeitet hat. Bei der belgischen Zentralbank war er an der Gestaltung und Umsetzung des Konvergenzmechanismus (ECU) im europäischen Währungssystem beteiligt und wurde anschließend Präsident des belgischen elektronischen Zahlungssystems. Er war Generalmanager und Währungstrader beim Gaia Hedgefonds. Business Week ernannte ihn 1990 zum Toptrader der Welt. Bernard A. Lietaer griff auf die Archetypenlehre von C. G. Jung zurück. Archetypen, repräsentiert als Bilder, Gottheiten oder Symbole, sind die menschlichen Grundenergien, die jeweils bestimmten Gefühlskomplexen zugehörig sind. Bernard A. Lietaer zählt fünf, die er dem Pentagramm des menschlichen Körpers zuordnet: den Magier und den Krieger, die Große Mutter und den Liebhaber sowie den Herrscher beziehungsweise die Herrscherin. Diese Archetypen sind jeder menschlichen Kultur eigen und finden ihren Ausdruck in Berufen, gesellschaftlichen Rollen und Organisationen.

Je nachdem, in welchem Ausmaß sie gewürdigt und gelebt werden dürfen, prägen sie die Kultur. Wird ein Archetyp nicht geachtet oder ignoriert, ausgegrenzt und verdrängt, dann verschwindet er aus dem Wachbewusstsein und dem öffentlichen Raum. Er wird zum Schatten. Die Schatten eines Archetyps sind die gegensätzlichen Gefühle, die im kollektiven Unbewussten zerstörerisch wirken oder eine Zerstörung von außen ermöglichen.

Bernard A. Lietaer fiel auf, „dass es einen sehr wichtigen Archetyp gibt, der in unserer westlichen Kultur systematisch unterdrückt wird: die Große Mutter”. Sie repräsentiert Fülle, Reichtum, Überfluss und Großzügigkeit. Das Gegenteil der Großen Mutter sind Knappheit und Gier. Diese Schatten „passen genau zu den Gefühlen, die unser Verhältnis zum Geld charakterisieren”, meint Lietaer.

Alle Vorläuferkulturen unserer heutigen westlichen Zivilisation, die hebräische, die griechische und die christliche, haben ihren Beitrag zur Unterdrückung des Weiblichen, das heißt des Archetyps der Großen Mutter, geleistet. In Europa wurde der weibliche Archetyp gewaltsam und gründlich aus dem Bewusstsein gelöscht – die Hexenverfolgung und die Inquisition sind dafür deutliche Belege. So effektiv war diese Auslöschung, dass spätere Generationen kein Bewusstsein für den weiblichen Archetyp mehr hatten.

Fern- und Regionalwährung

Gesellschaften, die den Archetyp der Großen Mutter würdigten, so Bernard A. Lietaer, lebten im Wohlstand, weil sie Währungssysteme entwickelten, die unseren heutigen diametral entgegengesetzt sind: Sie basierten auf anderen Werten und funktionierten nach einer anderen Logik. Das Ägypten der Pharaonenzeit war ein Beispiel dafür. Es kannte zwei Währungssysteme, die nebeneinander existierten und sich ergänzten. Eine knappe Währung aus Edelmetall (zum Beispiel Goldringe) wurde ausschließlich für den Fernhandel benutzt, also für den Gütertausch mit anderen Gesellschaften. Daneben gab es ein internes Zahlungsmittel: Dazu diente Getreide, das Hauptprodukt, von dem große Überschüsse erzeugt wurden. Da es als Zahlungsmittel schlecht zu transportieren und zu handhaben war, wurde es gelagert und die deponierte Menge durch Tontäfelchen symbolisiert. Diese zirkulierten als lokale Zahlungsmittel und waren nur in Ägypten als Währung akzeptiert. Sie dienten als Geld auf den örtlichen Märkten.

Da Getreide als Naturprodukt vergänglich ist und Lagerkosten entstanden, war das Geld mit einer Demurrage belegt, einer “Schwundgebühr”: Derjenige, der seine Tontäfelchen in Getreide zurücktauschen wollte, erhielt etwas weniger, als er Monate zuvor geliefert hatte. Die Gebühr war abhängig von der Zeit, die seit der ersten Transaktion verstrichen war. Die Demurrage machte es sinnlos, dieses Geld zu horten. Vielmehr war es wirtschaftlich, solches Geld in dauerhafte Produkte des täglichen Lebens, in Infrastruktur oder sogar Kunst zu investieren. Nur so viel wurde zurückgetauscht, wie agrarwirtschaftlich notwendig war. Reichtum äußerte sich nicht in Geld oder Edelmetall, sondern in produktiven Aktiva wie Bewässerungssystemen oder Bauten.

Das Yin-Yang-Konzept

Eine Währung, die mit Demurrage funktioniert statt mit Zins, sorgt für ein gesellschaftliches Gleichgewicht. Yin-Währung, nennt Lietaer sie, in Anlehnung an das taoistische Yin-Yang-Konzept. Er macht die patriarchale Brille der Forscher dafür verantwortlich, dass Yin-Währungen in unserer Geschichtsschreibung so selten erwähnt werden. Wer sich kein anderes Geldsystem als unser heutiges, von Zinsen geprägtes vorstellen kann, kann auch nur die Edelmetallmünzen der Antike als Geld werten.
Für die kretisch-minoische Kultur wird man wahrscheinlich in naher Zukunft den Gebrauch einer Yin-Währung, auch durch Tontäfelchen symbolisiert, nachweisen können, vermutet er. Yin-Währungen hat es auch in Europa gegeben: im 10. bis 13. Jahrhundert als lokal geprägtes Münzgeld, das wegen der Demurrage in Form regelmäßiger “Münzverrufungen”, das heißt Einzug und Neuprägung des Geldes, mit hoher Geschwindigkeit zirkulierte. Damit ermöglichte es eine wirtschaftliche Aktivität breiter Bevölkerungsschichten.

Mit der Demurragewährung wurden Kathedralen und architektonische Mittelpunkte der Städte, die den gemeinschaftlichen Bedürfnissen der Bürger dienten, gebaut. Diese Menschen dachten und planten für Generationen. Sie haben eine Kunst geschaffen, die bis heute die Wissenschaftler beschäftigt und Touristenströme anzieht. Lokales Bürgergeld, keine Zentralmacht, hatte eine wirtschaftliche und kulturelle Blüte geschaffen sowie einen Wohlstand für breite Schichten in Europa, der sich bis heute nicht wiederholt hat. Langfristiges Denken und Investitionen in die Zukunft kennzeichneten das hochmittelalterliche Denken und Handeln. Die Rechtsstellung der Frauen war ausgesprochen gut. Kein Zufall, sagt Lietaer, dass in dieser Zeit der Kult der Schwarzen Madonna auftauchte, von Rom heftig bekämpft, und der Aspekt des Weiblichen, der Großen Mutter also, auch in der christlichen Religion wieder an Stärke gewann.

Zinsen, ein wesentliches Merkmal von Yang-Währungen

Mit der Unterdrückung des Archetypen der Großen Mutter entwickelten sich andere Geldsysteme. Es entstanden Yang-Währungen, wie Bernard A. Lietaer die Geldsysteme patriarchaler Kulturen nennt. Yang-Währungssysteme haben gemeinsam, „dass sie die Anhäufung von Geld durch eine relativ kleine Elite fördern. Dies hat den Effekt, dass das verfügbare Tauschmittel für einen bedeutenden Teil der Gesellschaft begrenzt bleibt.“

Zinsen sind ein wesentliches Merkmal von Yang-Währungen. Zinsen, ohne die wir uns unsere Wirtschaft und unser Geldsystem nicht vorstellen können, haben eine destruktive Wirkung – ein Grund, warum alle Hochreligionen diese Erscheinungsform der Geldwirtschaft verurteilen. Das Bild des “Josefs Pfennigs” verdeutlicht dies: Hätte Josef bei Christi Geburt einen einzigen Pfennig zum geringen Zinssatz von fünf Prozent angelegt, dann hätte die Geldanlage im Jahr 1749 einen Wert erreicht, der dem einer Kugel Gold von der Größe der Erde entspräche. 1990 hätten sich die Zinsen auf 134 Milliarden Kugeln Gold von der Größe unseres Planeten summiert.
Jedes Zinssystem führt zu einem gesellschaftlichen Ungleichgewicht: Ein Teil der Gesellschaft, und zwar der größere, wird immer ärmer und der andere immer reicher. Die Schuldenkrise der Länder der so genannten “Dritten Welt” ist durch dieses Geldsystem erzeugt: Der Produktionsfortschritt dieser Länder wird von den Zinszahlungen an die “Erste Welt” aufgefressen.

Zinsen ermöglichen das Horten von Geld und fördern nur kurzfristiges Denken: 100 Euro sind – diskontiert mit zehn Prozent pro Jahr -, in 100 Jahren nur noch sieben Cent wert, in 200 Jahren sogar nur noch 0,00003 Euro. Langfristiges Planen und Handeln lohnt sich nicht. Das ist der Grund, warum die in diesem System reich gewordenen Länder wider besseres Wissen und wider alle wissenschaftliche Erkenntnis die Lebensgrundlage künftiger Generationen zerstörerisch aufs Spiel setzen. Unser Geldsystem unterstützt die Werte des Habens, der Aneignung und des Besitzes. Bewährte, von vielen Kulturen entwickelte gesellschaftliche Vereinbarungen lassen sich jedoch auf Dauer nicht unterdrücken. Die Menschen kommen immer wieder darauf zurück.

Wenn YIn und Yang wieder zueinander finden

Heute sind sie wieder da: die lokalen Yin-Währungen, Geldschöpfungen der Bürger, die in diesem System am Rande stehen und für die die herrschende Zentralbankwährung zu knapp ist, um damit wirtschaftlich zu überleben: Diesmal überwiegend in Form von LETS-Systemen, Local Exchange Trading Systems, überall dort, wo die Menschen an Not und Arbeitslosigkeit nicht verzweifeln, sondern kreativ werden. 1983 in Kanada erfunden, gibt es heute weltweit mehr als 2000 solcher Tauschringe und lokaler Währungen. Im krisengeschüttelten Argentinien, dem aktuellen Währungspatienten Nummer 1, gibt es Hunderte Variationen selbstgeschöpften Geldes, das auf lokalen Märkten zirkuliert, von selbstorganisierten Institutionen ausgegeben wird und das dazu beiträgt, die kleinen Leute vor dem Ärgsten zu bewahren. In den USA werden die Komplementärwährungen – allesamt Yin-Währungen nach Lietaers Klassifizierung – bereits staatlich gefördert: Ein Bundesgesetz garantiert allen wirtschaftlichen Transaktionen in Time Dollar Steuerfreiheit. In vielen US-Bundesstaaten werden kommunale Mittel eingesetzt, um Time-Dollar-Systeme einzurichten.
Dieses System ist “bestechend einfach”, wie Lietaer in seinem Buch „Das Geld der Zukunft“ an einem Beispiel beschreibt: “Joe sieht nicht mehr gut und kann daher nicht mehr Auto fahren. Er braucht aber ein Paar neue Spezialschuhe, die es nur am anderen Ende der Stadt gibt. Julie stellt sich für die einstündige Fahrt zur Verfügung und holt die neuen Schuhe ab. Sie erhält dafür ein Guthaben über eine Stunde, Joe dagegen ist mit einer Stunde im Soll. Beides wird am Schwarzen Brett vor dem Büro des Verwalters vermerkt. Julie kann ihr Guthaben für die Kekse verwenden, die eine Nachbarin gebacken hat, während Joe sein Minus vielleicht durch Arbeit im Gemeinschaftsgarten wieder ausgleicht.”

Bernard A. Lietaer plädiert nicht dafür, die von Zentralbanken gesteuerten Yang-Währungen abzuschaffen, sondern nur ihr Monopol in unserer Gesellschaft. Daneben sollen ergänzend, so wie erst Yin und Yang zusammen das Ganze bilden, komplementäre Yin-Währungen treten. Terra soll die neue weltweite Yin-Währung heißen, die nicht mehr an ein Produkt gebunden ist wie im antiken Ägypten, sondern an einen Warenkorb der gängigen Rohstoffe und Hauptprodukte – so wie es von namhaften Wirtschaftswissenschaftlern seit Jahrzehnten gefordert wird. Die Terra wäre mit einer Demurrage belastet und inflationssicher. Sie würde den internationalen Handel auf eine stabile, gerechte Grundlage stellen. Terra könnte elektronisch zirkulieren wie bereits heute 98 Prozent allen Geldes – technisch ist das kein Problem.
Als Aufklärer ist Lietaer Optimist. Er hält es für möglich, dass wir uns unserer tiefliegenden Gefühle, die mit dem Geld und unseren Währungssystemen verbunden sind, bewusstwerden und dass wir unseren Verstand gebrauchen, um Wertentscheidungen für oder gegen ein Geldsystem zu treffen. Damit könnten wir aufhören, Opfer des Schicksals beziehungsweise irrationaler Kurssprünge von Aktien- und Devisenmärkten zu sein, und zu Gestaltern einer menschenwürdigen Zukunft werden.

Mit diesem Artikel erinnere ich an meinen geschätzten Kollegen Bernard Lietaer
(† 04.02.2019) Theresia Maria Wuttke, Vorständin der Theos Consulting AG

Literatur

  • Bernard A. Lietaer: Das Geld der Zukunft. Über die destruktive Wirkung des existierenden Geldsystems und die Entwicklung von Komplementär-währungen. Riemann Verlag, München 1999
  • Ders.: Mysterium Geld. Emotionale Bedeutung und Wirkungsweise eines Tabus, Riemann Verlag, München 2000
  • Ders.: Die Welt des Geldes. Das Aufklärungsbuch. Arena Verlag, Würzburg 2001

Autor: Thomas Huber

 

Interwiew zum Thema

business-and-spirit®

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THEOS Consulting AG has linked the economic approach of the traditional business sciences to the concept of business-and-spirit® in order to focus on integral business and personnel development. The dynamics of the markets, the globalization and the worldwide financial crisis call for a new thinking and acting. Just like a human being, a company is an entity.

Against this background we consider companies to be vital, open systems that interact between different processes. A clear architecture is needed within a company which considers not only the economic approach, but also the understanding of personal development. Therefore we use the integrative power of the systemic approach in the stress field of business and ethics and social sciences.

The concept business-and-spirit® is an integral and open model and gives entrepreneurs from the beginning a framework which considers all aspects of a value based corporate and personnel development. The broad knowledge of the overall context of a corporation enables the entrepreneur to identify and analyze needed changes clearly, and holistic solutions can be derived.

THE INTEGRAL APPROACH TO ECONOMY

Ludwig Erhard, the „father of the german economic miracle“, once said:

„Economy consists to one half of psychology!“

Today, business-and-spirit® integral leadership and management are more actual than ever before, because they are built up on the necessity of a long-term orientation of corporations and on the necessity of the integration of all entrepreneurial activities: corporate philosophy and mission, integral leadership, vision, strategy, operative management, structures, processes and internal and external communication. Our concept implies a holistic approach to corporate social responsibility.

THEOS Consulting AG with their concept business-and-spirit® stand for the renewal of energies in all levels: corporate, leadership, management and employee energy.

Our work is process orientated and based on ethical values

We work according to the latest scientific findings and standards. The Integral Approach conceives man and company as a whole, which is situated in a constantly correlating process of development. If a company wishes to utilize the available resources and potentials of all employees optimally, this has to be taken into account. Internal and external forces take effect in this vital system. These effects have to be considered. They need to be integrated intelligently, creatively, and gently for the good of the creative development of all employees and the growth of the corporation.

Read more about the integral approach to economy in this article.

Theos Academy

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Integral certification programs for coaches and consultants are essential parts of our professional educational offerings. We accompany companies, organizations and persons in their personal, job-related and entrepreneurial responsibility.

  • We train entrepreneurs
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  • We certify Integral Coaches and Consultants
  • We certify Business Management Consultants

THEOS Academy combines university knowledge with four centuries of entrepreneurial experience. Our trainers unite experience from the following fields:

  • Economics
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It’s part of our self-conception to teach the value-based concept business-and-spirit ®+© to the participants in a practical way.
Our certification programs for coaches are based on a holistic and value based approach of man and companies and include corporate social responsibility (CSR).

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Integral business management consultant

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The accredited certification program for business management consultants is based on recent scientific findings and standards.

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Our concept corresponds to the international guidelines of Corporate Social Responsibility. We connect economics with business psychology and the approaches of the depth and developmental psychology. The integral approach considers the individual and the company being an entity that is situated in a constant interdependent developmental process. Our program is based on our integral company and personnel development concept ‚business-and-spirit‘. All mediated modules contain all tools that are needed to advise and accompany a company in its complexity.

OUR CREDO: FROM INDIVIDUAL DIGNITY TO LEADERSHIP DIGNITY TO ENTREPRENEURIAL DIGNITY.

We need a pause to think. As the founder of the World Economic Forum, Klaus Schwab, wrote in a guest comment in ‘Handelsblatt’ (2011/01/26):

„We will only be able to create a positive future if we have a global community spirit. It is essential that decision makers find common values in order to get along in our new reality. Like a compass needle, values lead the way in an otherwise confusing world without formal structures on the global scale. Shared values will make it easier for these decision makers to place the common weal above the separating individual interests. Current efforts to shift the global system according to the new reality are meaningless without shared values. And shared values also serve the development of a vision for the future.“ (author’s translation)

The accredited certification program for business management consultants takes 12 months.

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