Erstgespräch
Licht und Schatten zwei Saiten einer Medaille Teil 2

Licht und Schatten zwei Saiten einer Medaille Teil 2

Als Schatten bezeichnet man alle unbewussten Anteile im Menschen. Darunter fallen zum einen alle verdrängten Vorkommnisse und Erlebnisse, unbewusste Prägungen, Steuerungsmechanismen, die uns nicht bewusst sind und Eigenschaften, die wir lieber im Anderen als in uns sehen würden. Es können aber auch bisher verborgene Talente und Gaben sein, die wir entweder nicht ausleben durften oder die uns noch völlig unbekannt sind. Der Schatten ist auch all das Unbewältigte der eigenen Lebensgeschichte, das der Vorfahren über mehrere Generationen hinweg und all die nicht integrierten Themen des Volkes einer Nation, als auch das aller Kulturen und Nationen im Laufe der Evolution.

Die Eroberungsvölker haben beispielsweise den Schatten der Unterwerfung auf andere Kulturen gelegt, der Nationalsozialismus den der Selektion usw..

Der Schatten wird meist gefürchtet, weil wir ihn mit Verurteilung assoziieren – wenn wir aber verstehen, dass es sich nur um gebundene Lebensenergie handelt, die uns in starrer Form nicht zur Verfügung steht, so können wir beginnen ihn leichter zu akzeptieren, uns ihm zu widmen ihn bewusst zu machen und ihn Schritt für Schritt zu integrieren. Dieser Prozess wird nie vollendet werden können, da er zu komplex ist und viele Ebenen des menschlichen Bewusstseins beheimatet.

Die Angst vor dem Schatten ist oft größer als die tatsächliche Auseinandersetzung mit ihm später rechtfertigt. Wie ein riesiger an die Wand geworfener Schatten unserer Person erscheint er uns dann übermächtig und bedrohlich. Machen wir uns aber klar, dass ohne Schatten die sengende Sonne eine vernichtende Wirkung hat und automatisch zu jeder manifestierten Form auf dieser Welt dazu gehört, können wir einen anderen Blickwinkel für ihn gewinnen. Das Potential des nicht integrierten Schattens liegt darin, dass wir ihn generell und gerne auf andere projizieren und ihn damit von uns abspalten und das Unangenehme, Böse oder Unerwünschte nur im anderen sehen. Für den Moment macht es uns dann erhaben, wir fühlen und gut und „besser“ als das Gegenüber. Damit vollziehen wir eine unnatürliche Trennung vom Menschlichen im anderen. Was wiederum in Form von Ärger, Lästern und Wut viel Lebensenergie bindet und im Körper zu Anspannung und Verspannung führt. Wenn wir beginnen mit dem Schatten zu arbeiten und uns allmählich klar wird, dass wir in jeder Schuldzuweisung oder emotionalen Reaktion auf unser Gegenüber einen eigenen Schattenanteil projiziert haben – und zwar grundsätzlich- so kann es dazu führen, dass wir still werden und erschrocken über die vielen blinden Flecken in unserer eigenen Persönlichkeit sind. Der Schatten ist auf individueller, familiärer, sozialer, gesellschaftlicher und kollektiver Ebene in den unterschiedlichsten Blüten und Ausprägungen zu finden. Da eines der größten Grundbedürfnisse des Menschen darin besteht, sich einer Gruppe zugehörig fühlen zu wollen, wird er auf alles „Fremde-Unbekannte“ an sich geworfen. Damit verschatten wir andere Menschen und schreiben ihnen all jene Eigenschaften zu, die gemeinhin als nicht besonders erstrebenswert gehalten werden. Gleichzeitig wird die eigene Gruppe von diesen unangenehmen Eigenschaften freigesprochen. Wird diese Verschattung geschürt, kann sie sehr schnell Wege in Konflikte und Auseinandersetzungen ebnen.

Der integrale Ansatz in der Tiefenpsychologie macht es möglich, sich die Schattenaspekte bewusst zu machen, mit ihnen zu arbeiten und sie zu integrieren.

Dies ist ein Lebenslanger Prozess, der dazu führt, dass unsere eigene Persönlichkeit erstarkt, wir immer mehr in der Lage sind Rollen abzulegen und uns immer tiefer erkennen und führt dazu, dass der Zugang zu unserem eigentlichen Kern, unserer Mitte immer weniger verstellt ist. Wir werden als Mensch ganz und erkennen an, dass der Schatten zu uns gehört wie die Luft zum Atmen. Die Erkenntnis, wie sehr wir mit Handlungen aus den unbewussten Schattenaspekten heraus Menschen verletzen und ihnen Dinge zuschreiben, von denen wir gar nicht wissen, ob sie stimmen, kann sehr schmerzhaft sein.

Licht und Schatten zwei Saiten einer Medaille Teil 1

Licht und Schatten zwei Saiten einer Medaille Teil 1

Wie wir uns unserer innewohnennden Ganzheit bewusst werden

Heute beginne ich in unserem Newsletter eine aufeinanderfolgende Reihe zum Thema Licht und Schatten in der persönlichen, beruflichen und unternehmerischen Entwicklung zu unserer wahren Größe – unserer Ganzheit aus Körper, Geist und Seele.

In unserer persönlichen, beruflichen und unternehmerischen Entwicklung nimmt die Arbeit mit dem Schatten aus meiner Erfahrung von fast vierzig Jahren als Tiefenpsychologin und holistischen Unternehmensentwicklung noch wenig Raum ein. Zunächst eine  kurze Einleitung, was der Schatten überhaupt ist, was er für eine Funktion hat und wie er wesentlich in der Entwicklung zu unserer Ganzheit beiträgt.

Wir alle kennen unsere hellen lichten Seiten, all das Gute und Lebensaufbauende in uns.

Weniger bewusst ist uns der Schatten, der im Unbewussten ein Eigenleben führt, all das abgespaltene Potenzial unseres Lebens, Traumata Erfahrungen, Kriegs- und über Generationen weitergegebene Erfahrungen. C.G.Jung hat das ganz konkret ausgedrückt:

„Wer zugleich sein Licht und seinen Schatten wahrnimmt, sieht sich von zwei Seiten und findet so zu seiner Mitte“

Wir alle kennen die Projektionen, die wir ausgelöst durch inwendige Trigger Points gern auf unser Gegenüber projizieren, ob auf der persönlichen, beruflichen oder unternehmerischen Ebne.

Genau hier haben wir die Chance, uns selbst zu hinterfragen, welche Thema spiegelt mir mein Partner, der Mitarbeiter, der Chef usw. und ruft nach Bewusstwerdung, Transformation und Integration.

Uns damit auf kreative, selbst bewusst werdende Art und Weise auseinander zu setzen, lässt uns die Projektion zurücknehmen, die von uns selbst unbewusst auf das Gegenüber geworfen wurde.

Transformation und Integration führen zur Aussöhnung mit mir selbst und anderen Menschen, führt mich in meine Mitte, meinen Wesens-Kern und in den ganz persönlichen inneren Frieden, der höher ist als unsere Vernunft.

Welch herausfordernde und erhellende Aufgabe, denn nur so können wir in den Verhaltensweisen, die uns an uns selbst und anderen stören, unsere Themen finden und sie adressieren.

Auf diese Weise kann ich mich als Mensch, Lebenspartner/in, Vater- Mutter, Bruder, Schwester, Freund und Freundin, Unternehmer/in Mitarbeiter/in usw. neu ausrichten, Kurskorrekturen vornehmen und mein volles Potenzial heben, um es vollumfänglich zum eignen und zum Wohl aller am Prozess beteiligten Menschen ganzheitlich einzubringen. Auf der „Reise“ zu sein, einfach zu dem zu werden, was wir vom Wesens-Kern her sind.

„Das Große ist nicht dies oder das zu sein, sondern man Selbst zu sein“ S. Kierkegaard

Wir müssen mit allem rechnen, auch mit dem Guten

Wir müssen mit allem rechnen, auch mit dem Guten

Die großen Veränderungsprozesse, die von einer einzig allein auf Zahlen Daten basierten Wirtschaft basieren, hin zu einer Wirtschaft, die im Dienst des Menschen ihre Aufgabe sieht, bleiben herausfordernd.

Es gilt sich genau auf das zu besinnen und zu fokussieren, was grundsätzlich gültig ist, Sicherheit gibt und unser Vertrauen nährt und stärkt.

Es ist die Kraft, die in jedem von uns anwesend ist. Die Menschen geben dieser Kraft unterschiedliche Namen. Wissenschaftler wie Max Planck nannten sie den Urgrund der Materie.

Albert Einstein sprach von der Liebe, die alles bewegt.

Ganz gleich, wie wir diese Kraft nennen, sie hat faszinierende Fähigkeiten, wie beispielweise Viktor Frankl uns aus dem KZ wissen ließ, dass wir uns jeden Tag für eine Haltung entscheiden können, die das Leben fördert und nicht zerstört.

Die Beispiele ließen sich mühelos fortsetzen, aber nun geht es darum, dass wir selbst dieser inwendigen Kraft vertrauen und jeden Tag genau auf das schauen, was das Leben uns für Fragen vorlegt und auf welche Weise wir sie beantworten können und wollen. So Sie mögen, bleiben Sie in der Haltung des Gelingens: Wir müssen mit Allem rechnen auch mit dem Guten.

Wege entstehen im Gehen.

Die Prinzipien eines sinnerfüllten Lebens

Die Prinzipien eines sinnerfüllten Lebens

In einer Welt der Zahlen, Daten und Fakten und einer immerwährenden Durchdringung einer bis auf den letzten Cent basierten Ökonomie, die jeden Bereich unseres Lebens durchdringt, ist es wahrlich ein Abenteuer, sich Selbst als das Wesen wahrzunehmen, welches wir vom Ursprung her sind. Ausgestattet mit großartigen Gaben und Qualitäten streben wir in die vollumfängliche Umsetzung unserer Mission.

Aber da schon treffen wir auf Wegelagerer, die uns wissen lassen: „So nicht, sondern am besten ganz anders, das geht ganz und gar nicht …“ usw. Wie gut, wenn wir einen inneren Kompass haben – unser Herz – das wir mit unserem Gehirn synchronisieren.

Eine tägliche Meditationspraxis erweist sich durch regelmäßiges Praktizieren als hilfreich, da sie uns mit unserem Wesen-Kern verbindet. Die Energie folgt unserer Absicht, ganz gleich, wovon die äußere Welt zu berichten weiß und mit ständigen Selbstoptimierungen lockt.

Ganzheit muss nicht werden, Ganzheit ist.

Wahre Größe leben

Wahre Größe leben

Heute geht es in unserem Newsletter um Original oder Fälschung.

Ein jeder von uns weiß, dass wir vom ersten Tag unseres Lebens unendlich vielen Prägungen Beeinflussungen ob familiär, systemisch oder kulturell ausgesetzt sind, ich nenne sie einmal Gravuren. Wir sind als Kinder wortgläubig und überprüfen das Gesagte oder Vermittelte nicht.

Unser Unbewusstes hält das für die Wahrheit und infolge dessen entwickeln wir hierzu die passenden Gefühle. In uns aber lebt das Original, also das, was wir essenziell sind, unser Kern, die Essenz unseres Wesens.

Aus meiner Erfahrung geht es im Prozess der Selbstentfaltung, den Kern freizulegen, das Original

Das können wir nur, wenn wir in den sogenannten Beobachter gehen und uns aus der Metaebene die richtigen Fragen stellen:

  • Bin ich das?
  • Will ich das?
  • Ist das für mich stimmig?
  • Habe ich für mein Wachstum, meine Entfaltung gute Bedingungen?
  • Sind meine Beziehungen förderlich für meinen Entfaltungsprozess?
  • Erfüllt mich meine Aufgabe mit Sinn?

Viele weitere Fragen würden folgen, es geht um die Richtung, die wir in unserem Leben einschlagen?

Entscheide ich mich für mein Original und lege meine Gravuren ab und lege meine inwendige Signatur frei, meinen Kern? Dieser Weg gleicht aus meinem Erleben einer Bergbesteigung und fordert viel von uns.

All das Unechte, nicht authentische abzulegen, Risiken einzugehen und sich selbst treu zu bleiben. Ein lebenslanger Prozess: Werde, was Du bist oder von der Gravur zur Signatur. Die Freude und das Glück, ein erfülltes, sinnbestimmtes Leben zu leben ist grenzenlos.

Was könnte es für ein Gewinn sein, wenn unsere Unternehmen genau dieser Absicht folgen würden und mit Ihrer Organisation den Weg zu Wahrer Größe mit all den dort wirkenden Menschen einschlagen würden?

Alles beginnt mit dem ersten Schritt bei uns selbst.

Das einzig sichere ist der Wandel

Das einzig sichere ist der Wandel

Nichts ist so sicher, wie der Wandel wir alle kennen diesen Satz.

Den Wandel, der sich gerade aktuell in unserem Leben zeigt, gilt es aus meiner Erfahrung anzunehmen. Der Wandel drückt sich in unterschiedlichen Facetten aus und bahnt sich wie in Süddeutschland unaufhaltsam seinen Weg.

Viele Menschen haben in Süddeutschland ihre Existenz verloren. Sie konnten den Wassermassen nichts entgegensetzen. Das Einzige, was Ihnen möglich war, war ihr Leben zu retten, mitunter ging auch das nicht, Menschen haben ihr Leben verloren.

Vielleicht haben die Betroffenen das eine oder andere noch schnell mitnehmen können ihren Ausweis, ihre Versicherungsnummern all das, was wir in dieser Welt brauchen, um uns hier zu identifizieren, mitunter ging nicht einmal das und dann war nur noch das nackte Leben.

Den heutigen Newsletter möchte ich dazu nutzen uns alle einzuladen, diesen Menschen und es sind viele, unsere Aufmerksamkeit zu schenken, weil sie uns etwas zeigen, was jedem von uns jeden Tag widerfahren kann, loszulassen müssen von allem, was wir hier gebaut haben. Es fällt uns schwer darin, einen Sinn zu erkennen, was uns bleibt, ist zu vertrauen, dass etwas Neues da sein wird, selbst wenn wir keine Ahnung haben, wie das gehen könnte.

Lassen Sie uns gemeinsam ein hohes Maß an Mitgefühl aufbringen, uns fragen, auf welche Weise können wir für diese Menschen etwas tun, denn sie gehören wie wir zur Menschheitsfamilie. Viele von Ihnen werden sich darüber schon Gedanken gemacht haben oder sind dabei, die betroffenen Menschen zu unterstützen.

Ich weiß nicht, ob es einen Tag des Mitgefühls gibt. Ich müsste es recherchieren, aber heute rufe ich ihn aus für all die Menschen, die in solchen Situationen sind, wo sie nicht wissen, wie es weitergeht, wo es wichtig ist, dass wir unser Herz öffnen und nicht nur Zuschauer sind, sondern gemeinsam etwas gestalten, wo das neue möglich wird.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein offenes Herz.